Buergerempfang zum Europatag 2019 der SPD Kottenheim

Es ist bereits eine langjährige Tradition in Kottenheim den Europatag in einem würdigen Rahmen zu begehen. Der SPD-Ortsverein hatte geladen und viele Gäste kamen an diesem Freitagabend ins Kottenheimer Bürgerhaus.

Ein gemeinsames, friedliches und offenes Europa ist in Zeiten des politischen Wandels und nationalistischer Tendenzen ein verlässlicher Wert, den es zu erhalten gilt. Dies war die Kernaussage aller Redner an diesem Abend.


Europa ist ein gigantisches Friedensprojekt

Staatssekretär Dr. Denis AltStaatssekretär Dr. Denis Alt, war als Referent geladen und hob hervor, dass die Europawahl 2019 auch eine Schicksalswahl sein wird, die die ganz konkrete Gefahr in sich birgt, dass es zu einer Mehrheit von Populisten des rechten und linken Randes kommen könnte. Offenheit, Meinungsfreiheit, Gleichberechtigung und Demokratie würden hierdurch schrittweise verloren gehen. Die SPD ist hier als Gegenpart eine wichtige Partei, weil sie es in ihrer Geschichte nie versäumt hat sich gegen Nationalismus und Populismus abzugrenzen.
„Unsere demokratische Ordnung hat eine große Bedeutung und ist unter anderem die Grundlage für die Freiheit der kulturellen Vielfalt, Kunst und Literatur. Jeder muss sich selbst fragen, welchen Beitrag er leisten kann, um dieses gigantische Friedensprojekt zu sichern und fortzuentwickeln. Auch in wirtschaftlicher Hinsicht profitiert und lebt unser Land von Europa und einer guten Nachbarschaft.“ so Dr. Alt in seinem Statement für ein starkes Europa.
„Gemeinsamer Wohlstand und Frieden gehören eng zusammen, das dient den Menschen zweifach, denn Frieden sichert Wohlstand und Wohlstand sichert Frieden.“ stellt Dr. Alt in seiner Rede fest.
Im Anschluss an diese ausdrucksstarke Rede nahm Ortsbürgermeister Thomas Braunstein zusammen mit Staatssekretär Denis Alt die Ehrungen von langjährigen Mitgliedern der SPD Kottenheim vor und bedankte sich für Ihren kontinuierlichen Einsatz.
Geehrt wurden für 10-jährige Mitgliedschaft Anne Maria Kaiser, für 20-jährige Mitgliedschaft Gaby Schmitz und Bernd Moog und für 25-jährige Mitgliedschaft Michael Kohns und Marc Bell-Schäfgen.

 

 

Die SPD Kottenheim steht auch weiterhin für eine sach- und ergebnisorientierte Kommunalpolitik

In seiner Rede an die zahlreichen Besucher gerichtet, spannte Thomas Braunstein den Bogen von Europa zur Kottenheimer Kommunalpolitik. „Ortsbürgermeister zu sein bedeutet viel Freizeit einzubringen, und sich stetig für die Menschen und den Ort zu engagieren, darüber muss man sich im Klaren sein, wenn man für dieses Amt kandidiert. Dies alles erfordert Zeit, Zeit des persönlichen Einsatzes, Zeit Überzeugungsarbeit zu leisten, Zeit mit Menschen zu sprechen, um zu erkennen wo die Menschen der Schuh drückt und Zeit die Projekte letzten Endes erfolgreich umzusetzen. Im Klartext: Kommunalpolitik ist nicht ganz einfach mal so schnell gemacht, wenn man sie nachhaltig und mit Erfolg betreibt. Aber Kommunalpolitik, wie ich sie in den Jahren meiner Tätigkeit erlebt habe, ist eine lohnende Aufgabe und erfüllt mich sehr. Unseren Ort weiterzuentwickeln, ihn zukunftsfähig zu erhalten ohne dabei die Möglichkeiten für zukünftige Generationen zu beschneiden sind Ziele für die ich stehe und für die ich mich gerne auch in Zukunft einsetzen möchte.“ betonte Braunstein.
Wichtig war es ihm weiterhin bei den Bürgerinnen und Bürgern Kottenheims die Sensibilität für sinnvolle und durchführbare Maßnahmen im Ort zu stärken. „Gerade in einer Zeit, in der effekthascherische Gruppierungen in die Kommunalpolitik eindringen ist eine sozialdemokratische Kommunalpolitik mehr denn je gefordert. Es gilt diese Gruppierungen zu enttarnen und ihr falsches Spiel zu entlarven, denn hier werden den Menschen einfache Wahrheiten vorgegaukelt, so vorgetragen als spiele Geld keine Rolle und als hätte man für alles eine Lösung eben mal so parat, man muss es eben nur noch tun. Die Idee Kommunalpolitik als große Spielwiese vereinnahmen zu wollen und viel Geld für nicht investive Ideen ohne Gegenfinanzierung zu verschleudern dürfen nicht Fuß fassen. Nachhaltigkeit und der solide Umgang mit den Gemeindefinanzen müssen weiterhin im Vordergrund stehen. Wir müssen verhindern, dass eine sach- und ergebnisorientierte Kommunalpolitik durch solche Tendenzen gestört oder sogar zerstört wird.“
In der jetzt zu Ende gehenden Legislaturperiode wird es 51 Gemeinderatssitzungen gegeben haben, in denen zahlreiche Maßnahmen beschlossen und umgesetzt wurden, nicht mitgezählt die zahlreichen Ausschusssitzungen und Besprechungen, die diesen Entscheidungen vorausgingen. In diesem Zusammenhang bedankte sich Thomas Braunstein bei allen Personen, die ehrenamtlich in ihrer Freizeit daran mitgearbeitet haben und betonte darüber hinaus die Wichtigkeit des Ehrenamtes.
Thomas Braunstein ließ abschließend wichtige Stationen der Entwicklung Kottenheims in den letzten 5 Jahre Revue passieren wie die Erschließung und Vermarktung eines weiteren Gewerbegebietes am Ortseingang, die Anerkennung Kottenheims vom Land Rheinland Pfalz als Schwerpunktgemeinde und die damit verbundenen Aussichten auf Zuschüsse zu Dorferneuerungsmaßnahmen, den weiteren Ausbau der Grundschule mit modernen Medien aus dem Programm „Medienkompetenz macht Schule“, die Schaffung von Perspektiven für Menschen, die sich in Kottenheim ansiedeln möchten und vieles mehr.
„Liegen gute Vorschläge auf dem Tisch, dann spielt es keine Rolle von welcher Fraktion sie kommen, dann werden sich hierfür Mehrheiten finden, dass das auch zukünftig so sein wird, dafür werde ich mich einsetzen. Vorschläge ohne die nötige Substanz und die Möglichkeit einer realistischen Umsetzung werden nach meiner Einschätzung auch zukünftig keine Mehrheit im Gemeinderat finden, davon bin ich überzeugt.“ so Braunstein.


Jede einzelne Stimme hat Gewicht für die weitere Entwicklung der europäischen Union

Als letzter Redner des Abends erinnerte Kottenheims Ehrenbürger Toni Schüller in seiner Rede an die Frauenrechtlerinnen, die jahrzehntelang dafür gekämpft hatten, dass am 19. Januar vor genau einhundert Jahren Frauen erstmals wählen und sich wählen lassen durften. „Auch heute hat der Kampf um Rechte für Frauen nichts von seiner Brisanz verloren, unter anderem wenn es darum geht Entgeltgerechtigkeit herzustellen.“ so Schüller.
„Die Europäische Union steht für Demokratie, Solidarität und Vielfalt, für ein partnerschaftliches Miteinander und für eine gemeinsame europäische Identität. Jede einzelne Stimme hat Gewicht für die weitere Entwicklung der europäischen Union. Soziale Sicherheit ist der Nährboden für kooperatives Zusammenleben, denn Angst und Not treiben die Menschen aus- und gegeneinander. Das europäische Projekt braucht Freunde, die zusammenhalten und die Probleme anpacken.“ da ist sich Toni Schüller sicher.
Am 2. Juli 1946 gründete eine Handvoll politisch motivierter Männer den SPD- Ortsverein Kottenheim. In diesen 73 Jahren bis zum 26. Mai dieses Jahres stellt die SPD in seit 40 Jahren die absolute Mehrheit in Kottenheim. Das ist das Ergebnis solider Arbeit und zufriedener Bürger. „Warum soll man am Guten etwas ändern“ so das abschließende Resümee von Toni Schüller.
Abschließend bedankte sich Thomas Braunstein bei den vielen zahlreichen Helfern und Besuchern und wünschte noch einen kurzweiligen Aufenthalt.
Bei einem Imbiss, kühlen Getränken und zahlreichen guten Gesprächen klang der Abend aus. Auf eines ist jedenfalls Verlass, auch im nächsten Jahr wird es wieder einen Europatag in Kottenheim geben, Interessierte sollten sich diesen Termin vormerken und am 5. Mai Gast der SPD Kottenheim sein.

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  • Internationaler Tag des Ehrenamts – Engagement muss gefördert werden
    Der 5. Dezember ist der Internationale Tag des Ehrenamts. Aus diesem Anlass dankt die SPD-Bundestagsfraktion allen Menschen, die Verantwortung übernehmen und freiwillig Gutes tun. Ein verpflichtendes Dienstjahr lehnen wir ab. Wir wollen hingegen Engagement auch mit Bundesmitteln verlässlich fördern, unter anderem mit einem Demokratiefördergesetz, sagen Sönke Rix und Svenja Stadler.

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